Stadtentwicklung
Eine gute Wohnung für jeden sollte in unserem reichen Land selbstverständlich sein.
In Gronau und im Kreis Borken mangelt es an einer guten Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, an Gesundheitsversorgung, Einkaufsmöglichkeiten, Kindertagesstätten und Schulen sowie an Kultur- und Sportstätten. Infolgedessen sind die Wohnviertel zu reinen Wohn- und Schlafstätten geworden, die man nur selten verlässt, um zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt, zum Einkaufen oder zum Sport zu fahren.
Die Linke setzt sich weiterhin für den Bau von Sozialwohnungen und bezahlbarem Wohnraum ein. Sie fordert daher, dass in den Neubaugebieten Mehrfamilienhäuser mit mindestens sechs bis acht Stockwerken entstehen. Die Hälfte dieser Wohnungen soll sozial vermietet werden, während die restlichen Wohnungen bezahlbar vermietet oder verkauft werden sollen. Die Mehrfamilienhäuser sollen möglichst energieeffizient und mit Photovoltaikanlagen, Energiespeichern, Wärmepumpen und KFZ-Ladestationen ausgestattet sein. Privatinvestoren können je nach Verhandlungsergebnis einen Preisnachlass auf die Grundstücke erhalten. Die Häuser sollten mit einer Tiefgarage und einem Fahrradkeller ausgestattet sein. Einige wenige Penthouses mit einer Wohnungsgröße bis 150 m² können ebenfalls gebaut werden. Sollten sich nach einem Jahr keine Privatinvestoren finden, sollen die städtische Wohnungsbaugesellschaft oder die des Kreises Borken als Bauträger einspringen. Die Auflagen bezüglich der Ausstattung gelten auch für diese Fälle.
Auch das Recht auf Mobilität muss stärker ausgebaut werden. Alle Quartiere und Ortsteile müssen gut getaktete Buslinien bekommen. Mit mehr Linien- und Bürgerbussen sowie On-Demand-Angeboten, ergänzt durch Sammeltaxi-Angebote in der Nacht, soll auf ein vollumfängliches Mobilitätsangebot hingearbeitet werden. Zur Stadtentwicklung gehört auch der Ausbau sicherer Radwege und Abstellplätze.
Dafür setzen wir uns ein
Kostenloser ÖPNV für alle
Wir fordern, dass Busse, das G-Mobil und alle weiteren Nahverkehrsangebote in Gronau für alle Bürgerinnen und Bürger kostenfrei nutzbar sind. Mobilität darf kein Luxus sein – sie ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge.
Bürgerbus ausbauen
Wir wollen einen Bürgerbus mit genügend Sitzplätzen und dichter Taktung, der alle Stadtteile zuverlässig anbindet. Der Bürgerbus soll gezielt dort eingesetzt werden, wo das G-Mobil an seine Kapazitätsgrenzen stößt oder die Nachfrage besonders hoch ist.
G-Mobil weiterentwickeln
Das G-Mobil muss so ausgebaut werden, dass Engpässe vermieden werden und auch zu Stoßzeiten genügend Fahrzeuge und Sitzplätze zur Verfügung stehen. Wir setzen uns für einen bedarfsgerechten, barrierefreien und klimafreundlichen Betrieb ein.
Carsharing und Bikesharing fördern
Wir wollen den Ausbau von Carsharing- und Bikesharing-Angeboten in Gronau vorantreiben. Diese Angebote bieten flexible, umweltfreundliche Alternativen zum eigenen Auto und ergänzen den ÖPNV sinnvoll.
Mobilitätsstationen schafen
An zentralen Punkten in der Stadt sollen Mobilitätsstationen entstehen, an denen Bus, Bürgerbus, Carsharing und Bikesharing gebündelt werden. So wird der Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel noch einfacher.
Freizeit-, Kultur-, Sport- und gastronomische Angebote müssen erhalten, ausgebaut und gefördert werden. Die Linke tritt für die öffentliche Unterstützung von lokalen Kultur- und Jugendzentren sowie Räumen für Veranstaltungen und Konzerte ein.
Wir setzen uns für eine flächendeckende Versorgung mit Gesundheit, Pflege, Therapeutinnen,Therapeuten, Ärztinnen, Ärzten und Krankenhäusern; sowie für von den Landkreisen betriebene Gesundheitszentren mit fest angestellten Ärztinnen und Ärzten ein.
Um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen setzen wir auf die Wohnungsbaugesellschaft.
Für alle Bürgerinnen und Bürger müssen Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf fußläufig in der Nähe zur Verfügung stehen. Der Einzelhandel muss wieder angesiedelt werden.

