Klimaschutz
Der Klimaschutz ist eines unserer wichtigsten Anliegen, da er die Grundlage für zukünftiges Zusammenleben bildet. Wir blicken besorgt auf die immer häufiger auftretenden Klimakrisen, welche auch in Deutschland zu spüren sind. In NRW wurden eine erhöhte Durchschnittstemperatur und veränderte Niederschlagsmuster gemessen. Es gibt immer öfter Extremwetter wie Starkregen, durch welchen Fluten wie im Ahrtal entstehen können. Um auf das veränderte Klima vorbereitet zu sein, und die Ausweitung der Krise aufzuhalten braucht es konsequenten, weit-intergrierten Klimaschutz. Als Kommune sind unsere Handlungsfähigkeiten begrenzt, aber dennoch unabdinglich!
Um das Klima wirksam zu schützen müssen wir viele Aspekte unserer Gesellschaft umstrukturieren, zum Beispeil bei Verkehr und Energie, aber auch die Stadtplanung wird betroffen sein. Statt für jede Strecke auf ein Auto angewiesen sein zu müssen, wollen wir durch kostenlose Stadtbusse, und ein angebrachtes Angebot dieser, den ÖPNV attraktiv gestalten. Die Gronauer Innenstadt hätte unter Anbetracht der steigenden Temperaturen und sich häufenden Hitzewellen umgebaut werden müssen! Die Steinwüste erhitzt sich unter der Sonneneinstrahlung schnell, was besonders für Senior:innen eine Gefahr darstellen kann. Eine zukunftssichere Stadtplanung enthält mehr Grünflächen, um Niederschlag besser versickern zu lassen und Insekten einen Lebensraum zu bieten; mehr Bäume welche die Umgebungsluft kühlen und Schatten spenden; und Biotope in bestimmten Abständen, welche als Trittsteine dienen sollen.
Eine kurzfristige Möglichkeit die Luftverschmutzung lokal zu senken stellen verkehrsberuhigte Bereiche dar. Bei Tempo-30 entsteht weniger Luft- sowie Rollwiderstand beim Fahrzeug, und der reduzierte Reifen- und Bremsabrieb verringert die Feinstaubemmissionen.
Unter Anbetracht der sich ändernen Welt müssen wir überprüfen ob unser Verhalten sich ebenfalls verändern muss. Exemplarisch dafür setzen wir uns für ein kommunales Verbot privater Feuerwerke ein. Böller und Raketen verursachen jährlich enorme Mengen an Feinstaub, Lärm, Müll und Verletzungen. Gerade an Silvester steigt die Luftbelastung sprunghaft an, was insbesondere für Kinder, ältere Menschen und Asthmatiker gesundheitsschädlich ist. Auch Haus- und Wildtiere leiden massiv unter dem Lärm. Statt vieler unkontrollierter Feuerwerke wollen wir geordnete, sichere und klimafreundlichere Alternativen ermöglichen. Die Feuerwehr der Stadt Gronau kann – wie bereits bei der zweimal jährlich stattfindenden Kirmes – auch zu Silvester ein zentrales Feuerwerk veranstalten. So schaffen wir ein gemeinschaftliches Erlebnis für alle, bei gleichzeitig deutlich reduzierter Umwelt- und Lärmbelastung.
Dafür setzen wir uns ein
Um den Wandel im Bereich Mobilität zu ermöglichen, sollten Stadtbusse für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos sein. Darüber hinaus sollten die Busse eine angemessene Größe und ausreichend Sitzplätze haben.
Damit sich jeder ein klimafreundliches Leben leisten kann, müssen die finanziell Benachteiligten unterstützt werden. Dies kann durch finanzielle Hilfen für energieeffiziente Haushaltsgeräte und Beratungen zur Energieeinsparung geschehen. Klimaschutz darf kein Luxus sein.
Die Gestaltung des öffentlichen Raumes sollte vielseitig sein. Die neue Gestaltung der Gronauer Innenstadt ist ein Negativbeispiel. Trittsteine sind notwendig, um die Artenvielfalt zu fördern, da sie Wildtieren die Möglichkeit bieten, sich zu verbreiten. In bestimmten Abständen sollten Biotope angelegt werden, damit Wildtiere entsprechend ihrer Reichweite reisen können. In Neubaugebieten sollten prozentual zur bebauten Fläche naturbelassene Flächen eingerichtet werden.
Die Wiedereinführung der Baumschutzsatzung ist zwingend erforderlich, um das wahllose Fällen von Bäumen im Stadtgebiet zu verhindern. Die Zerstörung von Waldgebieten wie dem „Bruune Busch“ darf sich nicht wiederholen, auch nicht in kleinerem Umfang.
Schottergärten sind auf Dauer nicht pflegeleichter als bewachsene Vorgärten. Um Alternativen zu Schottergärten und monotonen Lebensbaum-Hecken aufzuzeigen, sollten mehr öffentliche Informationen und Hilfen bereitgestellt und Beispielflächen im städtischen Raum angelegt werden.

